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Paradigmenwechsel leben – vom Denken zum Handeln

Wir leben in einer Zeit des Paradigmenwechsels. Ein großes Wort! Es begegnet uns immer wieder. Was ist das eigentlich? Und was bedeutet das für uns?

Schnell ist herausgefunden, dass der Begriff „Paradigmenwechsel“ 1962 von Thomas S. Kuhn, einem Wissenschaftsphilosophen, geprägt wurde. Danach findet wissenschaftlicher Fortschritt oft in Form von Revolutionen – sogenannten Paradigmenwechseln – statt, in denen sich bestehende Weltanschauungen grundlegend verändern.

 

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Beim Paradigmenwechsel geht es daher nicht um eine Verschiebung der Perspektive oder eine kleine Korrektur bisheriger Anschauungen. Unser Weltbild und damit unser Denken verändern sich revolutionär. Sie krempeln sich komplett um. Also: das, was gestern noch galt, stimmt heute grundsätzlich nicht mehr. Vom Quantenphysiker Werner Heisenberg stammt diese Aussage: „Wirkliches Neuland in einer Wissenschaft kann wohl nur gewonnen werden, wenn man an einer entscheidenden Stelle bereit ist, den Grund zu verlassen, auf dem die bisherige Wissenschaft ruht, und gewissermaßen ins Leere zu springen.“

Heute bezieht sich der Begriff Paradigmenwechsel nicht mehr nur auf die Wissenschaft sondern auf alle gesellschaftlichen Ordnungsstrukturen.

 

Widerstände sind die Vorboten

Denkrevolutionen von solchen Ausmaßen verändern bestehende Systeme. So gesehen muss ein Paradigmenwechsel immer auch wehtun. Er muss irritieren, er muss verblüffen, er muss die ganzen Lehrmeinungen ändern. Und neue Paradigmen müssen sich erst gegen viele Widerstände durchsetzen. Denn das alte Wissen lebt in sozialen Systemen und ist in unserer Lebensphilosophie, in unseren Werten oder unseren Glaubensmustern gespeichert. Das lässt sich nicht einfach von heute auf morgen vergessen.

Indem unser Alltag weiterhin diesen alten Mustern folgt, halten wir das bestehende Ordnungssystem aufrecht. Dazu dienen auch unsere Erziehung und unser Bildungssystem. Konstanz gilt als Garantie für die Sicherheit dessen, was bekannt ist. Jede Veränderung birgt große Unsicherheiten, denn es könnte ja noch viel schlechter kommen als die vertrauten Unannehmlichkeiten.

Genau dieses sind die Widerstände, gegen die sich ein Paradigmenwechsel durchsetzen muss!

 

Paradigmenwechsel als große Chance!

Fühlen wir uns in dem aktuellen System nicht wirklich, wirklich erfüllt und wollen wir also, dass sich an den bestehenden Zuständen ganz grundlegend etwas ändert, so ist es wichtig, dass jeder einzelne seine Denkstrukturen einer Revolution unterzieht. Albert Einstein hat uns mitgegeben: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

Unser bisheriges Glaubenssystem basiert auf Schuld, Zweifel, Ärger, Furcht, Sorgen, … – alles sind unterschiedliche Ausprägungen von Angst. Dazu gehören auch Gefühle von Zwang und Abhängigkeit. Ganz nach Bedarf kannst du diese Liste noch um dein Hamsterrad, deinen materiellen Mangel, Beziehungsprobleme oder das, was dir gerade das Leben schwer macht, ergänzen. Klar, wir können einfach abwarten, ob sich die Zustände irgendwann verbessern. Realistisch gesehen, werden wir das in dieser Generation nicht erleben.

Wir könnten uns auch für einen Paradigmenwechsel – eine Revolution des Denkens entscheiden. Wir können die Konventionen für unsere Sichtweisen und Bewertungen von Grund auf ändern. Auch eine Revolution entsteht im Inneren von Menschen, bevor sie im Außen sichtbar in Erscheinung tritt. Und ebenso wie bei einer Revolution mit Fäusten bedarf es beim Paradigmenwechsel einer ausreichenden Menschenmenge, die gemeinsam neue Ziele und Werte verfolgt.

Dieser Prozess ist momentan in vollem Gange. Viele Menschen haben sich bereits entschieden, das Leben nicht mehr aus dem Grundsatz der Angst zu betrachten sondern aus der Liebe. Daraus folgt ein Wandel von Wahrnehmung, Bewertung und Einstellung. Wenn nichts mehr im Leben mit irgendeiner Spielart von Angst zu tun hat, sondern alles auf Liebe basiert, dann kann nichts mehr sein wie zuvor. Im Paradigmenwechsel wird das grundlegende Ordnungsprinzip umgekrempelt.

 

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Was können wir dazu beitragen?

Wir stellen uns neue Fragen: Statt zu fragen: Welches sind die Grundwerte unserer Gesellschaft?, fragen wir uns: Nach welchen Werten wollen wir leben?

Wir fragen nicht mehr: Welchem Glaubenssystem folge ich?, sondern: Wie sieht ein Glaubenssystem aus, das auf Liebe basiert?

Die Überlegung: Welche Handlungen bringen mir den größten Nutzen?, ersetzen wir durch: Wie kann ich wahrhaft hilfreich sein?

Wir ermächtigen uns, das Bekannte zu hinterfragen. Denn wenn wir einen Paradigmenwechsel wollen, dürfen wir nicht an großen Teilen des alten Denksystems festhalten. Die größte Kraft finden wir, indem wir uns mit anderen auf diesem Weg zusammentun. Nutze das kreative Potential einer Gemeinschaft und sei bereit, deine Einzelanstrengung loszulassen.

Von den verwandelten Menschen ausgehend strahlt die Änderung nach außen. Und plötzlich ist die Revolution, der Paradigmenwechsel präsent. Einfach, weil sich viele entschieden haben, ihr Denken grundlegend zu verändern, und nun aus einem neuen Selbstverständnis heraus handeln.

 

Zusammenfassung
Paradigmenwechsel leben - vom Denken zum Handeln
Paradigmenwechsel leben - vom Denken zum Handeln
Kurzbschreibung
Paradigmenwechsel bedeutet, dass sich bestehende Weltanschauungen grundlegend verändern. Es geht Paradigmenwechsel nicht lediglich um eine Verschiebung der Perspektive oder eine kleine Korrektur bisheriger Anschauungen.
Autor
Binaurale Beats - Unabhängige DM-Harmonics Partner
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